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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Vaals-Formation
ID: 2008006
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: Felder (1975)
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Untercampanium (Campanium, Oberkreide, Kreide, Mesozoikum)
Synonyme: Vaalser Schichten (Vaalser Glaukonitsand) (Breddin et al. 1963), Vaalser Grünsand (Albers 1976)
Lithologie: Feinsandige Schluffe und glaukonitische Feinsande, meist kalkfrei.
Untergeordnete Einheit: Albers (1976) gliedert die Vaals-Formation in sechs Einheiten, die sich jeweils durch Leithorizonte voneinander abgrenzen lassen (vgl. Albers & Felder 1979, Felder & Bosch 2000)
Liegendgrenze: Die Vaals-Formation beginnt mit einer geringmächtigen Konglomeratlage (Transgressionshorizont = Horizont von Raren), die zum Teil leicht erosiv in den höchsten Abschnitt der Aachen-Formation eingeschnitten ist.
Hangendgrenze: Die Hangendgrenze ist durch eine Schichtlücke (Hiatus) gekennzeichnet. Im Hangenden folgen die Kalk- und Mergelsteine des Zevenwegen-Members der Gulpen-Formation.
Mittlere Mächtigkeit: 45 – 70 m (nach Knapp 1980)
Maximale Mächtigkeit: In Deutschland nach Knapp (1980) bis 100 m, in den Niederlanden bis auf 150 m ansteigend (Felder & Bosch 2000)
Typusprofile, etc.: Typusregion ist die Umgebung des Vaalser Berges bei Vaals (NL), westlich von Aachen. Typusprofile für alle Teileinheiten und Leithorizonte werden von Albers (1976), Albers & Felder (1979) sowie Felder & Bosch (2000) beschrieben. Das Typusprofil für die Basis der Vaals-Formation (Horizont von Raren und Sand von Raren) liegt nach Felder & Bosch (2000) im Wegeinschnitt „Sandbergweg“ in Vaalserquartier (TK 25: 5202 Aachen, R 25 02 450, H 56 25 650). Die übrigen Typlokalitäten befinden sich in den Niederlanden und Belgien.
Verbreitung (Bundesländer): Nordrhein-Westfalen
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge
Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges im Gebiet der Aachen-Limburger Kreide. Die Vaals-Formation ist grenzüberschreitend im Dreiländereck von Belgien, Deutschland und den Niederlanden verbreitet. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in den Niederlanden (Verbreitungskarte bei Felder & Bosch 2000).
Zeitgleiche Einheiten: Zeitgleiche Einheiten in der westfälischen Kreide sind Dülmen-Formation, Haltern-Formation (z. T.), Burgsteinfurt-Formation (z. T.), Emscher-Formation (z. T.).
Alterseinstufung: Die Alterseinstufung erfolgt i. W. nach Belemniten. Durch Gonioteuthis granulataquadrata (Stolley) wird die Basis der Vaals-Formation in die granulataquadrata-Zone datiert (Basis des unteren Untercampanium). Nachweise von Belemnitella praecursor Jeletzky und Gonioteuthis quadrata Blainville zeigen, dass die Vaals-Formation bis in das höhere Untercampanium reicht.
Kommentar: Eine Zusammenstellung und Bewertung der stratigraphischen Arbeiten über die Vaals-Formation gibt Jagt (1999).
Versch./Sonstiges: Der Name der Einheit leitet sich von der niederländischen Ortschaft Vaals bei Aachen ab. Die Sedimente der Vaals-Formation wurden in einem flachmarinen Milieu abgelagert.
Literatur: Albers, H. J. (1976): Feinstratigraphie, Faziesanalyse und Zyklen des Untercampans (Vaalser Grünsand = Hervien) von Aachen und dem niederländisch-belgischen Limburg. – Geol. Jb., A 34: 3 – 68; Hannover.
Albers, H. J. & Felder, W. (1979): Litho-, Biostratigraphie und Palökologie der Oberkreide und des Tertiärs (Präobersanton-Dan/Paläozän) von Aachen-Südlimburg (Niederlande, Deutschland, Belgien). – In: Wiedmann, J. [Hrsg.]: Aspekte der Kreide Europas. – IUGS Ser. A, 6: 47 – 84; Stuttgart (Schweizerbart).
Breddin, H.; Brühl, H.; Dieler, H. (1963): Das Blatt Aachen-NW der praktisch-geologischen Grundkarte 1 : 5 000. – Geol. Mitt., 1: 251 – 428; Aachen.
Felder, W. M. (1975): Lithostratigrafie van het Boven-Krijt en het Dano-Montien in Zuid-Limburg en het aangrenzende gebied. In: Zagwijn, W. H.; van Staalduinen, C. J. [rsg.]: Toelichting bij geologische overzichtskaarten van Nederland, 63 – 75; Haarlem (Rijks Geologische Dienst).
Felder, W. M.; Bosch, P. W. (2000): Krijt van Zuid-Limburg. – Geologie van Nederland, 5: 190 S.; Delft, Utrecht (Nederlands Instituut voor Toegepaste Geowetenschappen TNO).
Jagt, J. W. M. (1999): Late Cretaceous – Early Palaeogene echinoderms and the K/T boundary in the southeast Netherlands and northeast Belgium – Part 1: Introduction and stratigraphy. – Scripta Geol., 116: 1 – 57; Leiden.
Knapp, G. (1980), mit Beitr. von Hager, H.: Erläuterungen zur geologischen Karte der nördlichen Eifel 1:100 000, 3. Aufl. – 155 S.; Krefeld.
Autor des Datenblattes: Hiss, M.
Erstellt am: 21.03.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Kreide
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 22.06.2006
Änderung Datensatz: 22.06.2006


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Litholex Recherche vom 26.04.2017, 11:54:27.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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