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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Selztal-Gruppe
ID: 2004004
Hierarischer Rang: Gruppe
Erstbeschreibung: GRIMM, GRIMM & SCHINDLER 2000
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Paläogen (Känozoikum)
Chattium (Oberoligozän, Oligozän, Paläogen, Känozoikum)
Rupelium (int. Stufe) (Unteroligozän , Oligozän, Paläogen, Känozoikum)
Synonyme: Untere Abteilung (SANDBERGER 1853); sandige und mergelige Stufe (STEUER 1909, 1910); Mittlerer und Oberer Teil des "Prä-Aquitanium" (TOBIEN 1982)
Lithologie: Die Selztal-Gruppe besteht überwiegend aus siliziklastischen Sedimenten (Tone, Silte, Sande und Kiese). Die pelitischen Sedimente sind überwiegend von grauer bis oliver, die sandig-kiesigen Ablagerung eher von ockerbrauner bis gelblichweißer Farbe. Lokal treten Baryt, Gips, Schwermineralanreicherungen, aufgearbeitete Gesteinsbruchstücke, Braunkohlelagen und Characeenmassenlagen auf. Fossilreste sind lagenweise in Schillhorizonten angereichert, die sich über größere Bereiche verfolgen lassen.
Untergeordnete Einheit: Alzey-Formation
Bodenheim-Formation
Stadecken-Formation
Sulzheim-Formation
Liegendgrenze: Die Selztal-Gruppe lagert häufig auf prätertiärem Untergrund oder ist an dem Farbwechsel von den bunten Tonen und Tonmergeln und matrixgestützten Kiesen und Sanden der Pechelbronn-Gruppe zu den eher braunen bis grauen Sedimenten erkennbar.
Hangendgrenze: Die Hangendgrenze zur Mainz-Gruppe wird durch das Einsetzen von mehreren Metern mächtigen hellen Mergeln und Kalkmergeln der Mainz-Gruppe gebildet.
Mittlere Mächtigkeit: 150m
Maximale Mächtigkeit: 225m
Typusprofile, etc.: Typusprofile sind in GRIMM, GRIMM & SCHINDLER, 2000 für die einzelnen Formationen beschrieben
Verbreitung (Bundesländer): Hessen
Rheinland-Pfalz
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Oberrheinisches Tiefland
Verbreitung (Ergänzung): Mainzer Becken
Zeitgleiche Einheiten: Stockstadt-Gruppe im Oberrheingraben (tieferer Teil)
Alterseinstufung: Innerhalb der Selztal-Gruppe lassen sich die Nannoplanktonzonen NP 23 und NP 24 nachweisen. Nach Foraminiferen ist sie in die Zone NSR7b einzustufen. Es sind die Säugerniveaus MP 24 und MP 30 nachgewiesen. Radiometrische Datierungen ergaben ein Alter von 30,1+/- 0,1 Mio Jahre.(GRIMM, GRIMM & SCHINDLER 2000; GRIMM & GRIMM 2003)
Kommentar: Es können nur zwei Nannoplanktonzonen nachgewiesen werden, da im Bereich, in den die Zone NP 25 fallen müsste, kein autochthones Nannoplankton vorkommt.
Die nicht nachgewiesenen Säugerniveaus liegen in einen durch Erosionslücken gekennzeichneten Ablagerungszeitraum bzw. in einem rein marin entwickelten Abschnitt.
Die radiometrischen Datierungen erfolgten an Molluskenschalen für die Alzey-Formation (GRIMM & GRIMM 2003).
Versch./Sonstiges: --
Literatur: GRIMM, K.I., GRIMM, M.C. & SCHINDLER, T. (2000): Lithostratigraphische Gliederung im Rupelium/ Chattium des Mainzer Beckens, Deutschland.- N.Jb.Geol.Pal., Abh. 218(3): 343-397; Stuttgart.
GRIMM, K.I. & GRIMM, M.C. (2003): Die fossilen Wirbellosen des Mainzer Tertiärbeckens, Teil 1-1. Geologischer Führer durch das Mainzer Tertiärbecken.- Mainzer Naturwissenschaftl. Archiv, Beiheft 26: 165 S.; Mainz
Autor des Datenblattes: Grimm, Kirsten; Universität Mainz
Erstellt am: 07.11.2005
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 19.04.2006
Änderung Datensatz: 25.04.2006


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Litholex Recherche vom 29.04.2017, 03:39:03.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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