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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Stadecken-Formation
ID: 2004002
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: GRIMM, GRIMM & SCHINDLER 2000
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: Selztal-Gruppe
Chronostratigraphie: Paläogen (Känozoikum)
Oligozän (Paläogen, Känozoikum)
Rupelium (int. Stufe) (Unteroligozän , Oligozän, Paläogen, Känozoikum)
Synonyme: Oberer Abteilung der Cyrenenmergel (WEINKAUF 1860), Obere meerische Bildungen (GROOS 1867); tieferer Teil der Cyrenenmergel bzw. der Cyrenenmergelgruppe (SANDBERGER 1863, BOETTGER 1875, LEPSIUS 1883, MORDZIOL 1911a,b); Schleichsand = Oberer Meeressand (WENZ 1921, WAGNER 1931); Schleichsandmergel (WAGNER 1931), Elsheim-Schichten (STRUVE 1973); Schleichsand (ROTHAUSEN & SONNE 1984, SONNE 1988, 1989)
Lithologie: Als Stadecken-Formation wird eine Wechsellagerung bzw. Verzahnung zwischen grünlich-gelben bis ockerfarbenen, schräggeschichteten, glimmerführenden siltigen Feinsanden und feinsandigen, graugrünen bis grünlichgelben Silten und Tonmergeln zusammengefasst.
Untergeordnete Einheit: Elsheim-Subformation (beckenzentrale Glimmersandschüttungen)
Pfadberg-Subformation (mergelige Fazies am Beckenrand und die Elsheim-Subformation überlagernd) mit Albig-Bank (früher Perna-Bank und zugehörige Feinsandschüttungen)
Liegendgrenze: Die Untergrenze liegt diskordant auf Sedimenten der sandigen Alzey- und der mergeligen Bodenheim-Formation oder über prätertiärem Untergrund.
Hangendgrenze: Die Obergrenze ist wird durch eine Sandschüttung mit Muschelschilllagen gebildet (Albig-Bank) und istgleichzeitig die Obergrenze der Pfadberg-Subformation.
Mittlere Mächtigkeit: 50-60m
Maximale Mächtigkeit: 95 m
Typusprofile, etc.: Das Typusprofil der Stadecken-Formation liegt an einem Weganschnitt in der Gemarkung Stadecken , Flur "Auf dem Ermel" (TK 25 Blatt 6014 Ingelheim, R 3439200 H 5529825 165mNN; weitere Referenzprofile siehe GRIMM, GRIMM & SCHINDLER 2000).
Verbreitung (Bundesländer): Hessen
Rheinland-Pfalz
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Oberrheinisches Tiefland
Verbreitung (Ergänzung): Mainzer Becken
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: Biostratigraphische Einstufung durch GRIMM, GRIMM & SCHINDLER (2000) in den höheren Teil der Rhabdochara major-Zone und den tieferen Teil der Chara microcera-Zone. Nach GRIMM, KÖTHE & GRIMM (2005) erfolgt auch eine Einstufung in die Dinozystenzone D14na und in den tieferen Teil der Nannoplanktonzone NP 24.
Kommentar: Bisher wurde hier kein autochthones Nannoplankton nachgewiesen.
Versch./Sonstiges: --
Literatur: GRIMM, K.I., GRIMM, M.C. & SCHINDLER, T. (2000): Lithostratigraphische Gliederung im Rupelium / Chattium des Mainzer Beckens, Deutschland.- N. JB. Geol. Pal., Abh. 218 (3): 343-397; Stuttgart.
GRIMM, K.I. & GRIMM,, M.C. (2003): Die fossilen Wirbellosen des Mainzer Tertiärbeckens, Teil 1-1. Geologischer Führer durch das Mainzer Tertiärbecken.- Mainzer Naturwissenschaftl. Archiv, Beiheft 26: 165 S.; Mainz.
GRIMM, K.I., KÖTHE, A. & GRIMM, M.C. (2005): Sedimentologie und Biostratigraphie im Rupelium der Ziegeleigrube Jungk, Wöllstein (Mainzer Becken).- Senckenbergiana lethaea, 85(2): 231-259; Frankfurt.
Autor des Datenblattes: Grimm, Kirsten; Universität Mainz
Erstellt am: 04.11.2005
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 19.04.2006
Änderung Datensatz: 25.04.2006


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Litholex Recherche vom 28.05.2017, 08:49:14.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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