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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Plate-Schichten
ID: 13
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: LOTSCH 1981
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Eochattium (Nord- u. Mitteldeutschland) (Chattium, Oberoligozän, Oligozän, Paläogen, Känozoikum)
Synonyme: Wühlhorizont, Hardground (v. BÜLOW 1966)
Chatt E, Eochatt (MÜLLER 1966)
Lithologie: Die Plate-Schichten ähneln dem liegenden Rupel-Ton. Es sind grünlichblaugraue bis hellgelbliche Tone bis Schluffe, die von schluffigen Feinsanden unterbrochen sind, wodurch die Gamma- und Eigenpotential-Logs der Bohrlochmessungen unruhiger als im Rupel sind. Die marinen kalk-, glaukonit- und makrofossilarmen Sedimente sind in ihren obersten Metern stellenweise in einen hardground-artigen Wühlhorizont umgewandelt. Die etwa cm-straken Wühlgänge durchziehen das Sediment in allen Richtungen. In weiten Gebieten fehlt der Wühlhorizont.
Die Plate-Schichten bilden den Abschluss der hochmarinen Feinklastika des Paläogens. Sie sind durch das massenhafte Auftreten der Typusform der Asterigerinoides-Zone in Rupel-Fazies charakterisiert.
Untergeordnete Einheit: --
Liegendgrenze: Die Plate-Schichten beginnen mit dem massenhaften Auftreten von Asterigerinoides gürichi.
Hangendgrenze: Im Hangenden enden die Plate-Schichten an einer Schichtlücke.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: 20 m (v. BÜLOW 2000).
Typusprofile, etc.: Typisch sind die Bohrlochmessungen der Bohrungen Kb NSWM 23/65 Heiddorf (TK 25: 2833 Dömitz, R: 44 52370; H: 58 93774) und Kb NSWM 5/66 Moraas (TK 25: 2533 Hagenow, R: 44 53810; H: 59 21160).
Verbreitung (Bundesländer): Mecklenburg-Vorpommern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland
Verbreitung (Ergänzung): Die lückenhafte Verbreitung der Plate-Schichten beschränkt sich auf Nordostdeutschland, wo das Unteroligozän vollständig ausgebildet ist. Der Wühlhorizont mit der folgenden Schichtlücke kommt nur in SW-Mecklenburg vor.
Zeitgleiche Einheiten: --
Alterseinstufung: Die Einstufung in das unterste Eochattium erfolgt aufgrund des massenhaften Auftretens der Foraminifere Asterigerinoides gürichi. Daneben treten persistente Rupel-Arten und Sandschaler auf bei völligem Fehlen von Flachwasserformen (MÜLLER 1966).
Kommentar: --
Versch./Sonstiges: --
Literatur: BÜLOW, W. v. [Hrsg.] (2000): Geologische Entwicklung Südwest-Mecklenburgs seit dem Ober-Oligozän. – Schriftenr. f. Geowiss., H. 11, Berlin.
BÜLOW, W. v. & MÜLLER, S. (2004): Tertiär.—In: KATZUNG, G. [Hrsg.]: Geologie von Mecklenburg-Vorpommern. – Stuttgart.
Müller, S. (1966): Zusammenfassung der biostratigraphischen Ergebnisse im Tertiär des Objektes „Neogen Westmecklenburg“ 1963 – 1964 nach Foraminiferenuntersuchungen. – Unveröff.; 1-35, 10 Taf., 6 Tab., Schwerin.
Autor des Datenblattes: v. Bülow
Erstellt am: 25.07.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.08.2006
Änderung Datensatz: 01.09.2006


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Litholex Recherche vom 24.04.2017, 20:58:57.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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