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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Gößlow-Schichten
ID: 12
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: v. BÜLOW 1977
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Unterpliozän (Pliozän, Neogen, Känozoikum)
Synonyme: Röhrenglimmersand (SCHUH 1932)
Silbersand (GEHL 1958)
Flözgruppe Gößlow 1 – 4 (MEINKE et al. 1985)
Lithologie: Auf Grund ihrer Lithologie werden die Gößlow-Schichten in untere und obere unterteilt. Die unteren entwickeln sich aus dem Bergton der Lübtheen-Schichten. Es sind dunkelbraungraue, schluffige, kalkfreie, ungeschichtete Tone, die nach oben in tonige bis feinsandige Schluffe übergehen. Sie sind von unzähligen helleren, bis 5 mm starken Röhren durchsetzt und enthalten viel Glimmer (Röhrenglimmersand). Der Glimmergehalt kann so stark ansteigen, dass die Bezeichnung Silbersand zuzutreffen scheint. Die oberen Gößlow-Schichten beginnen dort, wo der Röhrenglimmersand von hellen feinkörnigen Quarzsanden abgelöst wird. Diese vergröbern sich zum Hangenden und enthalten eine Serie von Braunkohlenschluff-Bänken mit den Flözen Gößlow 1 bis 4. Die Braunkohle, die max. 28 m Mächtigkeit erreicht, ist grobdetritisch bis stark xylitisch, inhomogen und aschereich.
Untergeordnete Einheit: Flöze "Gößlow 1 bis 4".
untere u. obere Gößlow-Schichten
Liegendgrenze: Die Gößlow-Schichten beginnen an der Grenze Diatomeenkohle Flöz 5/Röhrenglimmerschluff.
Hangendgrenze: Die Gößlow-Schichten enden über den Flözen, wo ein erneuter Zyklus mit Quarzsandschüttungen einsetzt.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: Bis 140 m, wobei etwa ein Drittel auf die unteren Gößlow-Schichten entfällt.
Typusprofile, etc.: Typisch sind die Bohrlochmessungen der Bohrungen Brk Lübtheen 12/82 (TK 25: 2632 Lübtheen, R: 44 44018, H: 59 10941) und Brk Lübtheen 19/82 (TK 25: 2732 Jessenitz, R: 44 44329, H: 59 07128).
Verbreitung (Bundesländer): Mecklenburg-Vorpommern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Die Verbreitung der Gößlow-Schichten ist auf die sekundäre Randsenke des Salzdiapirs Lübtheen in SW-Mecklenburg beschränkt.
Zeitgleiche Einheiten: Die Gößlow-Schichten dürften mit der Oldisloe-Formation Norddeutschlands zu korrelieren sein.
Alterseinstufung: Die Sporomorphen-Gemeinschaften verweisen die Gößlow-Schichten in die Regionalstufen Rhone/Waubach und Brunssum (KRUTZSCH in v. BÜLOW 2000).
Kommentar: KRUTZSCH stellt die Sporomorphen-Regionalstufen der Gößlow-Schichten in das untere Pliozän.
Versch./Sonstiges: --
Literatur: BÜLOW, W. v. [Hrsg.] (2000): Geologische Entwicklung Südwest-Mecklenburgs seit dem Ober-Oligozän. – Schriftenr. f. Geowiss., H. 11, Berlin.
Autor des Datenblattes: v. Bülow
Erstellt am: 25.07.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.08.2006
Änderung Datensatz: 01.09.2006


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Litholex Recherche vom 27.03.2017, 22:31:31.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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