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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Blumenthal-Formation
ID: 1006006
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: H.-J. STEPHAN (1994), siehe Pkt. Versch./Sonstiges
Gültigkeit des Namens: vorläufig mitgeteilt
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Weichselium (Oberpleistozän, Pleistozän, Quartär, Känozoikum)
Synonyme: Kurzbezeichnung: qwBT
Obsolet: Blumenthal-Formation für die Grundmoräne (Till) allein
Lithologie: 1 m bis 4 m mächtige Grundmoräne (Till) über kiesigen Vorschüttsanden, zuoberst gelegentlich Schmelzwassersedimente (Nachschüttsande oder Niedertausedimente).
Untergeordnete Einheit: Blumenthal-Till-Member (qwBT-Till)
Liegendgrenze: Unbekannt
Hangendgrenze: Obergrenze des qwBT-Tills oder gelegentlich der hangenden Schmelzwassersedimente
Mittlere Mächtigkeit: ?
Maximale Mächtigkeit: >20 m
Typusprofile, etc.: Südlicher Abschnitt der Blumenthal-Randlage, östlich von Blumenthal (Nordholstein); H: 60 11375, R: 35 66500 (ehemals Aufschlusswand)
Verbreitung (Bundesländer): Schleswig-Holstein
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland
Verbreitung (Ergänzung): Zentrales Jungmoränengebiet, südwestlich von Kiel
Zeitgleiche Einheiten: Vermutlich zeitgleich mit der Bordesholm-Formation. Nach LÜTTIG (2005) mit der Frankfurt-Formation zu korrelieren.
Alterseinstufung: Datierungen liegen nicht vor. Von der aus geologischen Gründen korrelierten Bordesholm-Formation bei Brügge (siehe dort) wurde von PREUSSER (1999) aus Beckenschluffen der Niedertauphase ein OSL-Alter von 26 000 ± 4 000 a BP publiziert.
Kommentar: Das OSL-Alter der Beckenschluffe aus der Bordesholm-Formation wird von PREUSSER (1999) für zuverlässig gehalten (vollständige Bleichung vor der Ablagerung).
Versch./Sonstiges: Die Blumenthal-Formation umfasst die randlichen Absätze des Kieler Gletscherlobus, die wahrscheinlich zeitgleiche Bordesholm-Formation randnahe Absätze des Preetzer Gletscherlobus.
Der Name Blumenthal-Formation (qwBT) findet sich erstmals bei STEPHAN (1994) als Bezeichnung für die weichselzeitliche Grundmoräne auf der Blumenthal-Randlage.
Literatur: LÜTTIG, G. (2005): Bericht über die geschiebestatistische Untersuchung von Proben aus dem Raum Kiel, ergänzt durch generelle Anmerkungen zur Quartärstratigraphie dieses Raumes. - Unpubl. Bericht, Geowiss. Archiv LANU Schleswig-Holstein: 1-3, 2 Anlagen; Flintbek.
PREUSSER, F. (1999): Lumineszenzdatierung fluviatiler Sedimente; Fallbeispiele aus der Schweiz und Norddeutschland. – Kölner Forum für Geologie und Paläontologie, 3: 1-62.
STEPHAN, H.-J. (1994): Der Jungbaltische Gletschervorstoß in Norddeutschland. – Schr. Naturwiss. Ver. Schlesw.-Holst., 64: 1-15.
Autor des Datenblattes: Hans-Jürgen Stephan
Erstellt am: 28.03.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Quartär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 11.05.2007
Änderung Datensatz: 11.06.2007


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Litholex Recherche vom 23.06.2017, 00:12:42.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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