litholex_logo

Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



verlauf_blau

Name der Einheit: Mittelrhein-Niederterrassen-Formation
ID: 1000031
Hierarischer Rang: Formation
Erstbeschreibung: M. WEIDENFELLER, erstmals für LithoLex definiert
Gültigkeit des Namens: vorläufig mitgeteilt
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Oberpleistozän (Pleistozän, Quartär, Känozoikum)
Weichselium (Oberpleistozän, Pleistozän, Quartär, Känozoikum)
Synonyme: Niederterrasse (KAISER 1903).
?Älteste Niederterrasse (FRANKE & WEIDENFELLER 2002), NT1 (SCHIRMER 1990b).
?Ältere Niederterrasse (AHRENS 1927, 1930, STICKEL 1936, THOSTE 1974, HEINE 1982, GAD et al. 2008), obere Niederterrasse (oNT) (GURLITT 1949), tR10-Terrasse (BIBUS 1980), NT2 (SCHIRMER 1990b).
?Jüngere Niederterrasse (AHRENS 1927, 1930, STICKEL 1936, THOSTE 1974, HEINE 1982, GAD et al. 2008), Inselterrasse (JUNGBLUTH 1917, BURRE 1932, QUIRING 1934, AHRENS & QUIRING 1936), untere Niederterrasse (uNT) (GURLITT 1949), tR11-Terrasse (BIBUS 1980), NT3 (SCHIRMER 1990b).
Lithologie: Die Mittelrhein-Niederterrassen-Formation setzt sich aus fluviatilen, grauen, sandigen Mittel- bis Grobkiesen zusammen, die zum Hangenden in schwach kiesigen bis kiesfreien Sand und Lehm der Hochflutsedimente übergehen. In der älteren Niederterrasse sind Driftblöcke bis 1,5 m Durchmesser und syngenetische Eiskeile nachgewiesen (SCHIRMER 1990a). Im Vergleich zu den Haupt- und Mittelterrassen zeichnen sich die Niederterrassensedimente durch einen geringeren Verwitterungsgrad und damit einen geringeren Quarzanteil aus. Das Schotterspektrum der Kiese ist bunt und besteht aus Quarzit, quarzitischem Sandstein, Quarz, Silt- und Tonschiefer, Sandstein des Buntsandstein, Lydit sowie vereinzelt Basalt. Sie enthalten, wie auch die Sedimente der Mittelterrassen, vulkanische Schwerminerale des Osteifelvulkanismus (FRECHEN & van den BOOM 1959, BOENIGK 1978). In den Sedimenten der Jüngeren Niederterrasse (NT3) und im Hochflutlehm der Älteren Niederterrasse ist umgelagerter Bims der Laacher See Tephra enthalten. Im Schwermineralspektrum der jüngeren Niederterrasse ist ein deutlich höherer Anteil von braunen Hornblenden zu beobachten (SCHIRMER 1990b).
Untergeordnete Einheit: Die Mittelrhein-Niederterrassen-Formation kann am Mittelrhein in drei Subformationen untergliedert werden: Älteste, Ältere und Jüngere Mittelrhein-Niederterrassen-Subformation. Eine Trennung aufgrund der Verbreitung der Terrassensedimente, der Höhenlage der Terrassenbasis und des Nachweises der Laacher See Tephra (LST) ist möglich.
Liegendgrenze: Chronostratigraphisch steht die Mittelrhein-Niederterrassen-Formation zwischen der Mittelrhein-Mittelterrassen-Formation und den holozänen Auenablagerungen. Die Sedimente der Mittelrhein-Niederterrassen-Formation lagern diskordant auf paläozoischen Gesteinen des Rheinischen Schiefergebirges. Untergeordnet bilden tertiäre Tone, Sande und Kiese das Liegende der Niederterrassen.
Hangendgrenze: Das Hangende der Mittelrhein-Niederterrassen-Formation bilden häufig spätweichselzeitliche karbonatische Hochflutlehme oder holozäne Auensedimente.
Mittlere Mächtigkeit: Die Mächtigkeiten der einzelnen Subformationen schwanken zwischen 5 und 20 m. Als mittlerer Wert wird 10 bis 15 m angegeben. Für die Älteste Niederterrasse (NT1) gibt SCHIRMER (1990b) eine Mächtigkeit von 7 m an. Die Ältere Niederterrasse weist sowohl in der Goldenen Meile wie auch im Neuwieder Becken eine mittlere Mächtigkeit von 20 m auf. Die Jüngere Niederterrasse (NT3) ist häufig mit der Älteren Niederterrasse verschachtelt und bis zu 8 m mächtig. Die Mächtigkeiten leiten sich aus den Beobachtungen in Kiesgruben und Bohrungen ab, die im Archiv des Landesamtes für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz dokumentiert sind.
Maximale Mächtigkeit: Im Neuwieder Becken erreichen der Schotterkörper der Älteren Niederterrasse und der in sie verschachtelten Jüngeren Niederterrasse eine Maximalmächtigkeit von 25 m (FRANKE & WEIDENFELLER 2002). Die Schotterkörper der Ältesten Niederterrasse zeigt eine Maximalmächtigkeit von 10 m.
Addiert man die Maximalmächtigkeiten der Schotterkörper der einzelnen Niederterrassen, ergibt sich nominal eine maximale Gesamtmächtigkeit von 35 m. Dabei muss beachtet werden, dass am Mittelrhein durch die anhaltende Hebung im Oberpleistozän die Schotterakkumulationen der Terrasse der NT1 und der Terrassen der NT2/NT3 als Staffel vorliegen und somit nicht übereinander gestapelt sind. Hingegen überlagert häufig der Schotterkörper der Jüngeren Niederterrassen (NT3) die Ältere Niederterrasse (NT2), insbesondere in den Talweitungen des Neuwieder Beckens und der Goldenen Meile.
Typusprofile, etc.: Profile der Mittelrhein-Niederterrassen-Formation sind in Kiesgruben im Neuwieder Becken und in der Goldenen Meile meist nur temporär aufgeschlossen. Der tiefere Teil befindet sich häufig unterhalb des Grundwasserspiegels und ist i.d.R. nicht zugänglich. Wiederholt werden die Terrassensedimente durch Kernbohrungen aufgeschlossen, die im Rahmen von ingenieurgeologischen und wasserwirtschaftlichen Erkundungen abgeteuft werden.
?Älteste Niederterrasse: ehemalige Kiesgrube NE Neuwied (R 3393705/H 5591255; TK Blatt 5511 Bendorf; SCHIRMER 1990b, FRANKE & WEIDENFELLER 2002)
?Ältere Niederterrasse: Kiesgrube Leimig NW Koblenz (R 3396735/H 5585485; TK Blatt 5611 Koblenz; GAD et al. 2008), Kiesgrube SW Urmitz (R 3394050/H 5586700; TK Blatt 5511 Bendorf), Kiesgrube Paffhausen NW Mülheim-Kärlich (R 3392630/H 5585950; TK Blatt 5510 Neuwied) (vgl. Abb.), Kiesgrube NW Bad Breisig (R 3378285/H 5600675; TK Blatt 5409 Linz a.Rh.)
?Jüngere Niederterrasse: Kiesgrube N Bad Breisig (R 3378670/h 5600190; TK Blatt 5409 Linz a.Rh.; SCHIRMER 1990a).
Verbreitung (Bundesländer): Hessen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Verbreitung (Geogr. Einheit): Mittelgebirge, Rheinisches Schiefergebirge
Verbreitung (Ergänzung): Die Mittelrhein-Niederterrassen-Formation ist im Rheintal zwischen Bingen (Nordwestrand des Mainzer Beckens) und Bonn (Südrand der Niederrheinischen Bucht) verbreitet. Flächenhaft tritt sie im Neuwieder Becken, das den oberen vom unteren Mittelrhein trennt, im Mündungsbereich größerer Seitentäler (z.B. Goldene Meile an der Ahr-Mündung) oder an Gleithängen großer Mäanderbögen auf. Die Vorkommen sind auf verschiedenen Blättern der GK 25 auskartiert (z.B. 5409 Linz a.Rh., 5511 Bendorf, 5611 Koblenz).
Zeitgleiche Einheiten: Zeitgleiche Bildungen stellen die Niederterrassen-Ablagerungen des Niederrheins und der Nebenflüsse des Rheins dar: Mosel, Lahn, Sieg und Nahe. Eine zeitgleiche Bildung ist auch die Untermain-Niederterrassen-Formation (HOSELMANN 2008). Allerdings unterscheidet sich der petrographische Inhalt aufgrund verschiedener Liefergebiete. Als signifikanter Leithorizont gilt die Laacher See Tephra (LST). Die Korrelationen beruhen im Wesentlichen auf der Höhenlage der Schotterkörper über dem heutigen Flussniveau, auf vergleichbaren Spektren vulkanischer Schwerminerale und auf der Bimsführung in der Jüngeren Niederterrasse. Die Mittelrhein-Niederterrassen finden ihre Fortsetzung in den Niederterrassen der Niederrheinischen Bucht. Zeitgleiche Ablagerungen des Rheins im nördlichen Oberrheingraben sind die Sedimente der Mannheim-Formation (ELLWANGER et al. 2010).
Alterseinstufung: Auf Basis von:
- Magnetostratigraphie: Die Niederterrassensedimente des Oberpleistozäns zeigen normale Magnetisierung und werden der Brunhes-Chrone zugerechnet (FROMM 1987).
- Sedimentpetrographie: Bei schwermineralogischen Untersuchungen kann in den Ablagerungen der Mittelrhein-Niederterrassen-Formation Laacher See Tephra mit ihren charakteristischen Mineralen Titanit und Ägirinaugit nachgewiesen werden. Die Jüngere Niederterrasse (NT3) wird auf Grund des in ihr enthaltenen Bimses der LST in die Jüngere Dryas gestellt. Wo in den Sedimenten der Mittelrhein-Niederterrassen-Formation die LST in situ angetroffen wird, kann an dieser Stelle ein Alter der Ablagerung von 12.880 Warvenjahre BP angenommen werden (LITT et al. 2003).
- Sequenzstratigraphie: In den Sedimentabfolgen der Terrassenablagerungen am Mittelrhein sind Abnahme-Anstiegs-Zyklen der A/S-Rate durch kontinuierliche Übergänge von Kiesen und Sanden an der Basis zu überwiegend sandig-schluffigen Sedimenten in höheren Profilabschnitten dokumentiert. Die A/S-Rate eines fluviatilen Ablagerungssystems wird durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Prozesse gesteuert. Einflussfaktoren auf die Akkommodationsrate sind im Rheinischen Schiefergebirge tektonische Hebungs- oder Senkungsbewegungen. Auf die Sedimentzufuhrrate wirken sich neben den Hebungsraten auch die Klimaänderungen aus. Seit dem Mittelpleistozän führte regionale Hebung zu einer Abnahme der A/S-Rate, zum erosiven Einschneiden des Gewässernetzes und durch den Wechsel von Kalt- und Warmzeiten zur Herausbildung einer Terrassenstaffel.
- Klimatostratigraphie: In den Sedimenten der Mittelrhein-Niederterrassen-Formation können Driftblöcke mit einer maximalen Kantenlänge von bis zu 1,5 m beobachtet werden (SCHIRMER 1990a). Diese Driftblöcke weisen ebenso wie Eiskeilpseudomorphosen und kryoturbate Strukturen auf kaltklimatische Bedingungen zur Zeit der Ablagerung hin.
Kommentar: Die paläogeographische Entwicklung am Mittelrhein sowie die Ablagerungen der LST lassen nur den Schluss zu, dass die Mittelrhein-Niederterrassen-Formation in der Weichsel-Kaltzeit akkumuliert worden ist. Die Sedimentation setzte prä-allerödzeitlich ein und endete in der Jüngeren Dryas.
Versch./Sonstiges: Eine Korrelation auf der Basis der Höhenlage der Terrassen über NN bereitet Probleme, da zeitgleich gebildete Terrassen in Folge tektonischer Bewegungen in unterschiedliche Höhenniveaus gelangt sein können. Hilfreich wären zuverlässige, methodisch unterschiedliche absolute Datierungen, um die Altersstellung der Mittelrhein-Niederterrassen-Formation noch stärker eingrenzen zu können und die überregionalen Korrelationen abzusichern.
Literatur: AHRENS, W. (1927): Das Alter des großen mittelrheinischen Bimssteinausbruchs und sein Verhältnis zu den jüngeren Rheinterrassen.- Geol. Rdsch., 18: 45-59, Berlin.
AHRENS, W. (1930): Die Trennung der "Niederterrasse" am Mittel- und Niederrhein in einen diluvialen und einen alluvialen Teil auf Grund der Geröllführung.- Z. deutsch. geol. Ges., 82: 129-141, Berlin
AHRENS, W. & QUIRING, H. (1936): Geologische Karte von Preußen und benachbarten deutschen Ländern 1:25000, Blatt Neuwied.- Berlin.
BIBUS, E. (1980): Zur Relief-, Boden- und Sedimententwicklung am unteren Mittelrhein.- Frankfurter Geowissenschaftliche Arbeiten, Serie D, 1: 296 S.; Frankfurt/Main.
BOENIGK, W. (1978): Gliederung der altquartären Ablagerungen in der Niederrheinischen Bucht.- Fortschr. Geol. Rheinlde. u. Westf., 28: 135-212, Krefeld.
BURRE, O. (1932): Beiträge zur Kenntnis des Quartärs im Rheintal in Höhe des Siebengebirges.- Jb. Preuß. Geol. Landesanst., 53: 247-262, Berlin.
ELLWANGER, D., GABRIEL, G., HOSELMANN, C., WEIDENFELLER, M. & WIELANDT-SCHUSTER, U. (2010): Mannheim-Formation.– In: Litholex [Online-database]. Hannover: BGR. Last update: 03.11.2010. [cited 23.09.2010]. Record No. 1000011. Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex.
FRANKE, W.R. & WEIDENFELLER, M. (2002): Geologische Karte Rheinland-Pfalz 1 : 50 000 Neuwieder Becken. - Mainz.
FRECHEN, J. & BOOM, G. van den (1959): Die sedimentpetrographische Horizontierung der pleistozänen Terrassenschotter im Mittelrheingebiet.- Fortschr. Geol. Rheinlde. u. Westf., 4: 89-125, Krefeld.
FROMM, K. (1987): Paläomagnetische Bestimmungen zur Korrelation altpleistozäner Terrassen.- Mainzer geowiss. Mitt., 16: 7-29, Mainz.
GAD, J., SCHÄFER, P. & WEIDENFELLER, M. (2008): Geologische Karte von Rheinland-Pfalz, Erläuterungen Blatt 5611 Koblenz.- 109 S., Mainz.
GURLITT, D. (1949): Das Mittelrheintal.- Forschungen zur Deutschen Landeskunde, 46: 159 S., Stuttgart.
HEINE, K. (1982): Das Mündungsgebiet der Ahr im Spät-Würm und Holozän.- Erdkunde, 36, Heft1: 1-11, Bonn.
HOSELMANN, C. (2008): Untermain-Niederterrassen-Formation. – In: LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 25.11.2008. [cited 31.10.2012]. Record No. 1000007. Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex.
JUNGBLUTH, F.A. (1917): Die Terrassen des Rheins von Andernach bis Bonn.- Verh. naturhist. Ver. Rheinld. u. Westf., 73-1: 1-103, Bonn.
KAISER, E. (1903): Die Ausbildung des Rheintals zwischen Neuwieder Becken und Bonn - Kölner Bucht.- Verh. 14. Dt. Geographentag Tag: 206-215, Berlin.
LITT, T., SCHMINCKE, H.-U. & KROMER, B. (2003): Environmental response to climate and volcanic events in central Europe during the Weichselian Lateglacial. – Quaternary Science Reviews, 22: 7-32; Oxford.
QUIRING, H. (1934): Geologische Karte von Preußen und benachbarten deutschen Ländern 1:25000, Blatt Bendorf.- Berlin.
SCHIRMER, W. (1990a): Die Goldene Meile.- deuqua-Führer,1: 94-98, Hannover.
SCHIRMER, W. (1990b): Terrassentreppe am Ostrand von Neuwied.- deuqua-Führer,1: 99-104, Hannover.
STICKEL, R. (1936): Die genetische Gliederung und geochronologische Einstufung der Niederterrassenaufschüttungen am Mittel- und Niederrhein.- Decheniana, 93: 351-368, Bonn.
THOSTE, V. (1974): Die Niederterrassen des Rheins vom Neuwieder Becken bis in die Niederrheinische Bucht.- Diss. Univ. Köln: 130 S., Köln.
Autor des Datenblattes: Weidenfeller, Michael
Erstellt am: 27.03.2013
Zuständige Subkommission: Subkommission Quartär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 18.04.2013
Änderung Datensatz: 02.05.2013
Anlage(n)PDF-Icon Die Anlagen als PDF-Dateien
können Sie mit dem Adobe Acrobat Reader plattformunabhängig ansehen und drucken. Laden Sie den kostenlosen Adobe Acrobat Reader entsprechend Ihrer Plattform- und Sprach-Version unter http://www.adobe.de/products/acrobat/download/readstep.html.
Größe der PDF-Datei: 0.236 MBytes!


Zurück zum Such - Ergebnis        Zurück zur einfachen Suche        Zurück zur erweiterten Suche        Diese Seite drucken

Logo Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Logo Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart Logo Geologischer Dienst NRW Logo Deutsche Statigraphische Kommission

© Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Litholex Recherche vom 24.06.2017, 12:15:55.

Die BGR und die DSK gestatten die Übernahme von Datensätzen in Datenbestände, die ausschließlich für den privaten Gebrauch eines Nutzers bestimmt sind. Die Übernahme und Nutzung der Daten zu anderen Zwecken bedarf der schriftlichen Zustimmung der BGR.

Beispiel zum Zitieren eines Datensatzes:

HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

1) Autor des Datenblattes
2) Name der Einheit
3) Änderung Datensatz
4) Datum der Recherche
5) ID