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Lithostratigraphische Einheiten Deutschlands



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Name der Einheit: Quassel-Schichten
ID: 10
Hierarischer Rang: nicht klassifiziert
Erstbeschreibung: v. BÜLOW 1977
Gültigkeit des Namens: gültig
Übergeordnete Einheit: --
Chronostratigraphie: Scaldisium (Nord- u. Mitteldeutschland) (Oberpliozän, Pliozän, Neogen, Känozoikum)
Synonyme: Trebser Kiese, Trebser Schotter (v. BÜLOW 1970)
Flözgruppe Quassel 1 – 4 (MEINKE et al. 1985)
Lithologie: Die Quassel-Schichten stellen den letzten neogenen Verlandungszyklus dar, der mit den oberen Gößlow-Schichten vergleichbar ist. Sie beginnen mit schwach kiesigen, kalkfreien fluviatilen Quarzsanden wechselnder Korngrößen. Unter den Nicht-Quarzen dominieren Kieselschiefer und kaolinisierte Porphyre (Trebser Schotter). Die Geröllgemeinschaft ist damit auf das Einzugsgebiet der Saale zurückzuführen (BARTHOLOMÄUS in v. BÜLOW 2000). Zum Hangenden verfeinert sich der Quarzsand. Einschaltungen von Braunkohlenschluff und die Flöze Quassel 1 bis 4 (Meinke et al. 1985) beschließen den Verlandungszyklus.
Untergeordnete Einheit: Flöze "Quassel 1 bis 4"
Liegendgrenze: Die Begrenzung der Quassel-Schichten im Liegenden ist durch den Beginn der südlichen fluviatilen Schüttungen definiert.
Hangendgrenze: Die Hangendgrenze ist bisher in jedem Fall die Quartärbasis.
Mittlere Mächtigkeit: --
Maximale Mächtigkeit: Die maximale Mächtigkeit kann 100 m übersteigen.
Typusprofile, etc.: Typisch sind die Bohrlochmessungen der Bohrungen Brk Lübtheen 19/82 (TK 25: 2732 Jessenitz, R: 44 44329, H: 59 07128) und Brk Lübtheen 38/84 (TK 25: 2732 Jessenitz, R: 44 42604, H: 59 07299).
Verbreitung (Bundesländer): Mecklenburg-Vorpommern
Verbreitung (Geogr. Einheit): Norddeutsches Tiefland, Nördlicher Landrücken
Verbreitung (Ergänzung): Die Verbreitung der Quassel-Schichten ist auf die sekundäre Randsenke des Diapirs Lübtheen in SW-Mecklenburg beschränkt.
Zeitgleiche Einheiten: Die Quassel-Schichten dürften mit der Oldisloe-Formation Norddeutschlands sowie der Ellerhoop-Warmzeit und Lieth-Kaltzeit MENKE’S (1975) zu parallelisieren sein (KRUTZSCH in v. BÜLOW 2000).
Alterseinstufung: Nach Untersuchungen der Makroflora und der Sporomorphen werden die Quassel-Schichten im Wesentlichen der Regionalstufe Reuver zugeordnet.
Kommentar: Nach KRUTZSCH sind die Quassel-Schichten in das Scaldisium bzw. in das Oberpliozän zu stellen.
Versch./Sonstiges: --
Literatur: Bülow, W. v. [Hrsg.] (2000): Geologische Entwicklung Südwest-Mecklenburgs seit dem Ober-Oligozän. – Schriftenr. f. Geowiss., H. 11, Berlin
Autor des Datenblattes: v. Bülow
Erstellt am: 25.07.2006
Zuständige Subkommission: Subkommission Tertiär
Freigabe Subkommission: Ja
Freigabe am: 30.08.2006
Änderung Datensatz: 01.09.2006


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Litholex Recherche vom 24.04.2017, 07:19:23.

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HISS, M.1): Aachen-Formation2). In LithoLex [Online-Datenbank]. Hannover: BGR. Last updated 22.06.20063). [cited 05.07.2006]4). Record No. 20080025). Available from: http://www.bgr.bund.de/litholex

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